Wir, die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten sehen als vorrangiges Ziel, die vorhandenen Arbeitsplätze abzusichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Sieht man sich die derzeitige Situation am österreichischen Arbeitsmarkt an, so muss man feststellen, dass wir eine Arbeitslosenquote aufweisen, die uns innerhalb der EU-Staaten im letzten Drittel der Rangliste aufscheinen lässt - statistisch gesehen nicht schlecht, aber für die FSG ist jeder Arbeitslose ein Arbeitsloser zu viel!

Europaweit gibt es immerhin über 20 Millionen Menschen, die keine Arbeit haben. Um diese Zahl zu senken, ist es notwendig, grenzübergreifende Maßnahmen zu setzen. Es kann aber nicht der Weisheit letzter Schluss sein, im öffentlichen Dienst den Hebel anzusetzen und Personal willkürlich abzubauen. Gerade der öffentliche Dienst (Bund, Länder und Gemeinden) hat Vorbildwirkung in Beschäftigung und Ausbildung zu leisten.


Daher sind verstärkt Maßnahmen zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in diesem Bereich notwendig. Die Aufgaben der Kommunen müssen vor allem in den Bereichen des Gesundheitswesens, der Kinder- und Jugendbetreuung sowie des gesamten Sozialwesens erweitert werden.

Investitionen in Wissenschaft, Forschung und Technik sollen vor allem neue Berufsfelder wie z. B. im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, der Umwelttechnik, Verkehrstechnologien usw., fördern. Auch treten wir dafür ein, die vorhandene Arbeit zu "fair-teilen", d. h. die Arbeitszeit zu verkürzen, um die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Der Öffentliche Dienst muss beispielgebend in der Beschäftigungspolitik sein. Die FSG bekennt sich daher mit allem Nachdruck zu den öffentlichen Dienstleistungen und tritt vehement gegen alle Privatisierungstendenzen auf, denn die Erfahrungen im Ausland aber auch im Inland haben gezeigt, dass Privatisierung oft mit starken Qualitätsverlusten und Preiserhöhungen für die Bevölkerung und mit Personalabbau bei den MitarbeiterInnen im Einklang steht. Wir sind gegen willkürlichen Personalabbau - denn Personalabbau dient nur der Gewinn- bzw. Profitmaximierung!

Einen wesentlichen Teil unserer Tätigkeit nimmt der Schutz der ArbeitnehmerInnen bzw. die Behindertenvertretung ein. So wurde das Referat für "Humanisierung und Vertretung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen" eingerichtet, welches sich mit Situationen der Bediensteten am Arbeitsplatz beschäftigt. Aber auch auf die psychischen Belastungen der Bediensteten wird in der "Psychologischen Beratungsstelle" (die leider sehr gefragt ist) für die GdG-Mitglieder eingegangen.

Die Aktivitäten dieses neu geschaffenen Referates sind auch ein fixer Bestandteil unseres Schulungsprogrammes. Am 16. Gewerkschaftstag der GdG hat die FSG wieder einmal mehr die Themen vorgegeben und in einen Leitantrag formuliert, welcher schließlich von den Delegierten des Gewerkschaftages als Arbeitsprogramm einstimmig beschlossen wurde!

"Im Mittelpunkt unserer Überlegungen und Handlungen stehen jedenfalls immer nur die Interessen unserer Mitglieder - im Mittelpunkt unserer Entscheidungen steht immer die langfristige Absicherung unserer gemeinsamen Errungenschaften und unserer Arbeitsplätze!"

Ing. Christian MEIDLINGER
Vorsitzender